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Softwareschaden in Millionenhöhe, Kanzlerin Merkel und ein Abend mit Govenator

Ich bin ein alter Digitalbär. Seit der ersten CeBIT bin ich überwiegend als Aussteller einmal im Jahr (ok, mit einer Ausnahme zweimal – CeBIT Home) nach Hannover getingelt. Eigentlich immer eine Hassliebe…
Selbst mir zu kleine Kinderbetten in irgendwelchen Privatunterkünften oder – sagen wir mal – „belebte“ Kellerzimmer, für Anfangs ja noch 10 Tage, waren dort mein Zuhause.

Auf der anderen Seite wirklich geile Messepartys, die mit den Jahren dann doch seriöser wurden – oder ich wurde einfach älter und entsprechend auf andere Events eingeladen. Ich weiß es nicht…
Am Anfang noch mit sagenhaften Standkonzepten – ich erinnere mich da gerne an die Micrografx Stände und Budgets zum Träumen.

Viele Jahre betrieb ich meinen eigenen WZ-N Gemeinschaftstand und bespielte damit die CeBIT im Norden und die Systems im Süden für meine Mitglieder und Partner.
Kontinuierlich erweiterte ich auch auf der CeBIT mein „Human Network“; freute mich auf viele Abendveranstaltungen. Auch die Eröffnungsfeiern waren immer ein Highlight für mich.
Über die Jahre schaffte ich es dann auch tatsächlich in den „inner circle“ und durfte von da an gemeinsam mit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten der jeweiligen Partnerländer dinieren.
Für mich unvergesslich ein weiterer Abend mit dem damaligen Govenator Arnold Schwarzenegger und Thomas Gottschalk. Aus einer California Night wurde dann mal ein Abend – arrangiert durch unseren gemeinsamen Freund – Alfons Schuhbeck – eine unvergessliche Nacht.

Als ich noch zu den „Jungen Wilden“ gehörte, wollten wir die Welt erobern.

Mit der Yellow Point CD (erste Cover CD (PC Praxis) in Europa und erste CD mit Software aller gängiger Produzenten) – verschlüsselt und zum Download bereit – waren wir dabei eShopping in Europa einzuführen. Wenn da nicht ein paar Kapuzen 😉 Geld haben wollten… Der zweite CeBIT Tag begann auf dem Weg zur Halle mit einem flüchtigen Blick auf die BILD Schlagzeile:

„Softwareschaden in Millionenhöhe“

Diese Schlagzeile galt tatsächlich uns!

Aus einem riesen Skandal, konnten wir einen Marketingcoup, der seines Gleichen suchte, machen. Es folgten spannende Gemeinschaftsprojekte mit RTL, SAT.1, RTL2, Penthouse und Playboy, sowie den Häusern ESCOM und VOBIS. Alle diese Kooperationen wurden immer auf der CeBIT vorgestellt.

Das Zwischenspiel CeBIT Home verschaffte mir sogar das Vergnügen mit der charmanten Sonja Zietlow drei Tage die Bühne unseres Standes zu rocken und Abends mit der Truppe so manche Party zu schmeißen.

Das wichtigste an der CeBIT waren sowieso die Side Events. Bei so manchen Abendessen saßen an meiner Seite Gates, McAfee, Kaspersky und andere erfolgreiche IT Unternehmer der obersten Liga. Mein Netzwerk wuchs.
Doch irgendwann verlor, u.a. auch durch das Aufkommen des Internets, die Plattform CeBIT an Bedeutung. Und die CeBIT hat es nie verstanden sich neu zu erfinden. Auch hatten die Macher immer weniger eine Idee von Zusammenarbeit, Synergien und Netzwerken.

Ich stelle mein WZ-N mit über 20.000 Business Kontakten jedes Jahr in Frage und versuche die Trends aufzunehmen, aber dennoch die Kernaussagen meines Unternehmens zu behalten. Immer wieder finden neue Konzepte Platz im Programm.
Ich möchte mich nicht mit den Dickschiffen vergleichen, aber das WZ-N gibt es nach wie vor!

Durch immer wieder neue Projekte mit dem eco Verband, German Mittelstand e.V. oder der Initiative Digital möchte ich den frischen Wind aufrechterhalten und nicht nur neue Trends aufnehmen, sondern Trends setzen!

Ich wünsche allen, dass wir weiterhin erfolgreiche Messen in Deutschland umsetzten und den Mitarbeitern der CEBIT tolle neue Perspektiven!

Liebe Grüße
Werner Theiner

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